
Wenn du mit deinem Hund sprichst, hört er nicht nur Melodie, sondern offenbar auch Bedeutung. Ein Hund, der auf sein Wort „Brav“ reagiert, achtet auf beides: was du sagst und wie du es sagst.
Was die Forschung zeigt
Forschende aus Budapest haben 2016 in der Fachzeitschrift Science untersucht, wie das Gehirn von Hunden Sprache verarbeitet. Dabei zeigte sich: Worte und Tonfall werden in verschiedenen Hirnbereichen verarbeitet, das Belohnungssystem wurde aber vor allem aktiv, wenn ein Lobwort in lobendem Tonfall kam. Das ist ein Hinweis darauf, dass Hunde Wort und Tonfall zusammenführen. Aussagen über ein „Verstehen“ wie beim Menschen lassen sich daraus nicht ableiten.
Das kannst du daraus mitnehmen
- Lobe mit freundlicher Stimme und einem festen Lobwort. Beides zusammen wirkt am stärksten.
- Halte Kommandos kurz, ruhig und gleichbleibend, statt dieselbe Bitte mehrfach mit wechselndem Klang zu wiederholen.
- Mehr zu fairer Erziehung findest du in unserem Beitrag zur Hundeerziehung und zum Start mit einem Welpen unter Welpe stubenrein bekommen.
Quelle: Andics, A. et al. (2016): Neural mechanisms for lexical processing in dogs. Science 353, 1030–1032.
Mehr kleine Fakten rund um den Hund findest du im Hunde-Wissen.
